hla-graz eggenberg @ alt-grottenhof & grottenhof-hardt

Eine langjährige und interessante Kooperation einer höheren Schule mit zwei Fachschulen

Die HLA für Land- und Ernährungswirtschaft der Grazer Schulschwestern mit dem Bildungsschwerpunkt „Ernährungsökologie“
kooperiert bereits seit mehr als 15 Jahren mit den beiden angrenzenden landwirtschaftlichen
Fachschulen Alt-Grottenhof und Grottenhof-Hardt.

Ziel dieser kombinierten Ausbildung ist der Erwerb einer fundierten landwirtschaftlichen Ausbildung,
die die zukünftigen Agrarwirtinnen und Agrarwirte aufgrund der gestiegenen wirtschaftlichen und
agrartechnischen Anforderungen, benötigen.

Schulen sind Orte, an denen Grammatik und Rechtschreibung, Naturwissenschaften,
Geschichte und viele andere allgemeinbildende Gegenstände unterrichtet werden.
Allerdings wissen wir auch, dass gerade die heutige Berufswelt vermehrt Spezialisierung
und
praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Schlüsselqualifikationen von Absolventinnen
und Absolventen einer berufsbildenden höheren Schule verlangt.

Wir wollen nicht, dass unsere Schülerinnen und Schüler Schulen als Lernorte erleben,
die von ihrer Erfahrungswelt getrennt sind.
In den landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten wird lebensnahes und nachhaltiges Lernen
in Verbindung mit der Erfahrungswelt junger Menschen stark gefördert.
Am schuleigenen Betrieb kann das theoretisch Gelernte sofort in die Praxis umgesetzt werden.

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In Grottenhof-Hardt absolvieren die Schülerinnen und Schüler des 1. Jahrgangs der HLA ihre
wöchentlich geblockten Unterrichtseinheiten „Landwirtschaftliches Praktikum“.
Da die HLA für alle Schülerinnen und Schüler offen steht, die Interesse am Ernährungssektor zeigen,
beginnen bei uns auch Schülerinnen und Schüler, die noch keinen unmittelbaren Praxisbezug oder
Erfahrung in der landwirtschaftlichen Urproduktion mitbringen. In den Praxiseinheiten in
Grottenhof-Hardt ist es möglich, die vielschichtigen und vernetzten Zusammenhänge eines
Veredelungsbetriebes im Rinder- und Schweinebereich zu erleben.
Im Praxisunterricht pendelt unser 1. Jahrgang zwischen der TMR-Ration für die Milchkühe
und der Getreidetrocknungsanlage, von der Heubelüftung zum Ferkelnest, vom Fahrsilo zum
Klauenpflegestand, vom Melkstand zur Sauenbesamung, vom Stroheinstreuen im Laufstall
zur Kälbertränke etc. Zugleich kann unmittelbarer Nähe die Entwicklung zahlreicher pflanzenbaulicher
Kulturen im Jahreslauf mitverfolgt werden. Ist es nicht schön zu hören, wenn es dann im Schülerjargon
heißt: „Heut haben wir Bauernhof!“.

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Im 3. Jg. hört man dann „Heut haben wir Fraissler!“

In Alt-Grottenhof erwerben die Schülerinnen und Schüler des 3. Jahrgangs der HLA Fachkompetenz
im Bereich Milchwirtschaft. In der Lehr- und Hofmolkerei wird die hofeigene Milch zu Butter, Jogurt,
Topfen, Schlagobers, Frisch-, Weich, Schnitt- und Hartkäse von höchster biologischer Qualität verarbeitet -
sicher eines der Highlights in der HLA-Ausbildung.

Seit diesem Schuljahr wird die Fleischverarbeitung in den neu ausgestatteten Räumlichkeiten der
Fachschule Alt- Grottenhof unterrichtet.
Diese Kooperation hat sich bereits bei vielen schuleigenen Projekten als sehr wertvoll erwiesen.

Als gelungenes aktuelles Bespiel möchte ich die gemeinsame Organisation eines Bio-Buffet-Caterings
für den neuen Studiengang „Nachhaltiges Lebensmittelmanagement“ an der FH Joanneum im Herbst
2012 anführen.

Zusammenfassend die Vorteile der verstärkten Kooperation zwischen BHS und Fachschulen:

ð   Durch ein breites und hohes Ausbildungsniveau kann ein verstärktes bäuerliches
Selbstverständnis begründet werden.

ð   Die Agrarwirtschaft und der lebensmittelverarbeitende Sektor profitieren von gut
ausgebildeten und vielfach qualifizierten Absolventinnen und Absolventen.

ð   Globale Herausforderungen benötigen innovative und professionelle regionale Denkansätze
und neues unternehmerisches Denken der jungen Generation.

ð   Die Absolvent(innen) der HLA sind ausgebildet für den höheren administrativen Bereich
in der Landwirtschaft – umso wichtiger ist es, dass unsere zukünftigen Interessensvertreter(innen)
durch entsprechenden Praxisbezug und Praxisunterricht den Bezug zur Basis nicht verlieren.

ð   In dieser Ausbildungsqualität liegt der wesentliche Ansatzpunkt, um den ländlichen R
äum zu fördern und für nachfolgende Generationen nachhaltig zu gestalten. 

 

Bei dieser Gelegenheit möchte sich das gesamte Team sowie die Schulleiterin der HLA für Land- und
Ernährungswirtschaft der Grazer Schulschwestern bei den Direktoren der Fachschulen  
DI Erich Kerngast und DI Johannes Schantl für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken
und wir hoffen, dass wir weiter gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft gehen. 

 

Dirin Profin Maga Ingrid Weinhandl BEd


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